Wie die sehr gute App "Teletext" (Sparte rbb) mitteilt, zeigt das Berliner Dokumentationszentrum "Topographie des Terrors" (Der Name ist Programm: Es bildungsbürgerlicht doch sehr) ab Mittwoch eine Ausstellung über den NS-Funktionär Reinhard Heydrich (im Bild links).
Da muss ich hin. Oder? Keine Ahnung. Jedenfalls erinnere ich mich, dass mein Ex-Kollege Herr M., ein recht belesener homosexueller Jude und Misanthrop, bekennender Heydrich-Fan war. Er fand ihn überaus attraktiv.
So weit würde ich vielleicht nicht gehen. Aber die Kleidsamkeit von SS-Uniformen ist ein verwirrender Fakt, den auch Hollywood nicht selten in Kriegsfilmen ausgebeutet hat. Ralph Fiennes, Maximilian Schell, Hardy Krüger und andere spring to mind.
Trotzdem: Der "Reichsprotektor Böhmen und Mähren", der 1942 einem Attentat tschechischer Widerstandskämpfer zum Opfer fiel, sieht für mich einfach nur nach einem eiskalten Verbrecher aus. Aber wer weiß, wenn er heute in Anzug, Farbe und moderner Frisur die Geschäftszahlen eines multinationalen Konzerns präsentierte, fiele er womöglich kaum auf.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen