Presseschau um neun. Einzig relevante Meldung des Tages: Die Herrenhandtasche ist zurück. Das musste ja irgendwann passieren. Vorreiter der Entwicklung sind angeblich sog. "Talahons", arabischstämmige Jugendliche aus den Vorstädten.
Den Begriff hörte ich zum ersten Mal vor einer guten Woche von einem Freund, der bekennender AfD-Wähler ist. Auch er konnte mir allerdings nicht erklären, woher das Wort eigentlich kommt und was es bedeutet. Ich gehe nicht davon aus, dass mich das um den Schlaf bringen wird.
Jedenfalls kommt der Trend wohl daher, dass selbige ihre Handys, Drogen und andere notwendige Utensilien schon seit längerem in Gürteltaschen verwahren, diese mit der Zeit immer teurer bzw. im Fake-Lucus-Design-Stil daherkamen und deshalb irgendwann stolz über der Brust getragen wurden.
Die gute alte Gürteltasche wird neudeutsch bekanntlich als "fanny pack" bezeichnet, was übersetzt soviel wie "Popotäschchen" heißt. Im brit. Englisch bedeutet "fanny" allerdings nicht Popo, sondern Möse bzw. Fotze. Deshalb sagt man auf der Insel "bum bag". Aber das nur am Rande.
Wie dem auch sei, ich gehöre zu der Generation, die Herrenhandtaschen noch aus den Achtzigern kennt. Damals trug Mann sie am Handgelenk und sie waren so ziemlich das Uncoolste, was es in einer an Uncoolheiten nicht eben armen Zeit gab.
Insofern muss ich mir noch überlegen, ob ich diesen Trend mitmache.
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